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BATS - ProxyBuilder

Proxy-Dateien nach Maß – direkt in EDIUS

Hochauflösendes Material bremst auf langsameren Maschinen das Schneiden aus. ProxyBuilder erzeugt für Ihre Video-Clips eigene, reduzierte Proxy-Dateien mit FFmpeg und verknüpft sie direkt mit dem Clip – Sie entscheiden über Format und Größe und legen die Proxies gezielt an, wann immer Sie sie brauchen.

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So funktioniert es

Wenn Sie den ProxyBuilder-Eintrag auf einem Video-Clip starten, erledigt BAT Server:

  1. rechnet das Video mit FFmpeg auf die gewählte Größe herunter (Prozentwert des Originals, z. B. 50 %) und kodiert es im gewählten Format – das Audio bleibt dabei erhalten (48 kHz),
  2. verknüpft die entstandene Datei als Proxy-Datei mit dem Clip – der Clip ist damit in EDIUS als Proxy registriert (Status „Ready“).

Ergebnis: Ein Clip mit eigener Proxy-Datei. Schalten Sie in EDIUS in den Proxy-Modus, arbeitet EDIUS auf diesem Clip mit der reduzierten Datei – das Original bleibt unangetastet.

So nutzen Sie es

  1. Preset anlegen (einmalig): Starten Sie den Assistenten über den Button im BAT-Server-Panel oder per Rechtsklick → „Add function…“ in EDIUS und wählen Sie ProxyBuilder. Der Assistent stellt ein paar Fragen:
    • Format der Proxy-Datei: MP4, MPG2, ProRes, ProRes LT oder ProRes Proxy,
    • Größe: Höhe und Breite in Prozent des Originals (0–100 %, Standard 50 %),
    • Ort des Menü-Eintrags: Kontextmenü im BIN oder auf der Timeline,
    • Name des Eintrags, z. B. „Add as proxy MP4 50 %".
  2. Der Assistent legt daraus Ihr persönliches Preset an – es erscheint im Kontextmenü unter dem Untermenü Create.
  3. EDIUS vorbereiten: Deaktivieren Sie in den EDIUS-Benutzereinstellungen die Option „Automatically generate proxy", damit EDIUS bei Bedarf keine eigenen Proxies mehr anlegt.
  4. Schalten Sie in EDIUS in den Proxy-Modus – EDIUS erzeugt jetzt selbst keine Proxies mehr.
  5. Wann immer Sie Proxies brauchen: Rechtsklick auf ein oder mehrere Videos → Create → Ihr Eintrag (z. B. „Add as proxy MP4 50 %"). BAT Server erstellt die Proxy-Dateien und verknüpft sie mit den Clips (Fortschritt im BAT-Server-Panel).

Optionen

  • Format – MP4 (H.264, für schnelles Decoding optimiert), MPG2, ProRes, ProRes LT oder ProRes Proxy (Hochqualitäts-Formate für den Proxy-Einsatz). Das Format ist im Preset hinterlegt – für ein anderes Format legen Sie einfach ein weiteres Preset an.
  • Größe – Höhe und Breite in Prozent des Originals (0–100 %, Standard 50 %). Auch diese Angabe steckt im Preset – z. B. 25 % für besonders leichte Proxies.
  • Menü-Ort – der Eintrag erscheint im Kontextmenü der Clips im BIN oder auf der Timeline.

Wichtige Hinweise

  • Jederzeit neu erstellen: Sie können die Proxy-Datei eines Clips jederzeit neu anlegen – ein erneuter Start ersetzt die vorhandene Proxy-Datei, es entstehen keine doppelten Dateien.
  • Ein Preset pro Einstellung: Format und Größe sind im Preset hinterlegt. Kombinieren Sie mehrere Presets (z. B. „MP4 50 %" und „ProRes Proxy 25 %"), um für unterschiedliche Projekte passende Proxies zu haben.
  • Original bleibt erhalten: ProxyBuilder verändert das Original nicht – er legt nur die zusätzliche Proxy-Datei an und verknüpft sie mit dem Clip.

Preset verwalten

Ihr ProxyBuilder-Preset ist ein persönliches Preset: Es erscheint im Kontextmenü unter seinem eigenen Namen und kann dort wie jeder andere Eintrag vorübergehend deaktiviert oder gelöscht werden. Für andere Einstellungen (anderes Format, andere Größe, anderer Ort) legen Sie einfach ein weiteres Preset mit dem Assistenten an.

Für Fortgeschrittene: Die .bat0-Datei eines Presets ist die Vorlage, aus der BAT Server bei jeder Auswahl des Eintrags die auszuführende Job-Datei (.bat) mit den Clip-Spezifika erzeugt – die .bat0 selbst wird nie ausgeführt. Sie dürfen die .bat0 direkt bearbeiten; die Änderungen greifen ab der nächsten Ausführung des Eintrags.

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BATS - QTGMC

Der Referenz-Deinterlacer für Avisynth – in BAT Server als fertige Presets verbaut

QTGMC ist der in der Video-Restaurierung etablierte Deinterlace-Standard für Avisynth: Er trennt die Felder interlaceden Materials und rekonstruiert daraus Progressive-Bilder, wobei per Bewegungsschätzung entschieden wird, wie sich Objekte zwischen den Feldern bewegt haben – dadurch bleiben auch bewegte Objekte sauber statt sich zu „auflösen“. BAT Server bringt QTGMC (Version 3.383s) als portable Avisynth+ Installation mit und bietet es über zwei Presets an: „Upscale & Deinterlace“ (2× auf progressive HD) und „Upscale“ (auflösen auf 1080i). Dieser Artikel erklärt, was die Presets technisch leisten und welche Qualitätsstufen es gibt.

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Was QTGMC leistet

  • Feldtrennung + Rekonstruktion: QTGMC analysiert das Material per Bewegungsschätzung (MVTools/NNEDI3) und erzeugt daraus saubere Progressive-Bilder – der bewährte Weg, Interlace-Artefakte auch bei Bewegung zu beseitigen.
  • Feldreihenfolge automatisch: Das Skript fragt die Feldreihenfolge (TFF/BFF) aus und verweigert progressive Quellen aktiv (klare Fehlermeldung „Source is Progressive“) – QTGMC ist ausschließlich für interlacedes Material gedacht.
  • Pixel-aspekt korrekt: Nicht-quadratische Pixel (z. B. DV 4:3 mit PAR) werden vor der Verarbeitung auf quadratische Pixel umgerechnet.

So arbeitet BAT Server mit QTGMC

Unter C:\ProgramData\EdiusPowerTools\tools\avisynth\ liegt eine vollständige, portable Avisynth+-Installation (FFMS2-Video-Loader, QTGMC, Zs_RF_Shared, LimitedSharpenFaster und ein dediziertes FFmpeg). Bei jedem Job füllt BAT Server die mitgelieferte Skript-Vorlage mit den Werten des gewählten Clips (Dateipfad, IN/OUT, Feldreihenfolge, Pixel-Aspekt, Frame-Rate, CPU-Zahl, Qualitäts-Preset) – und das mitgelieferte FFmpeg rendert das fertige .avs-Skript direkt in das Zielformat. Für Sie heißt das: Rechtsklick, fertig – kein Avisynth-Wissen nötig.

Die zwei Presets auf Basis von QTGMC

  • „Upscale & Deinterlace – 2x Upscale“: Deinterlace plus 2× Vergrößerung und verdoppelter Frame-Rate – z. B. 576i50 → 1152p50. Das Ergebnis ist progressives HD-Material mit quadratischen Pixeln (Farbraum von Rec.601 auf Rec.709 umgerechnet) – der Weg für DV/DVD/VHS-Material in Progressive-Projekten. Details im Artikel Upscale & Deinterlace.
  • „Upscale – SD interlaced to 1080i“: Deinterlace plus Auflösung auf 1080 Zeilen – das Material bleibt interlaced (Felder werden neu zu 1080i-zeilen verschachtelt, upper field first): 576i50 → 1080i50. Der Weg für Workflows, die Full-HD-interlaced brauchen (z. B. 1080i-Broadcast-Sequenzen).

Beide Presets verwenden denselben QTGMC-Kern; der Unterschied ist die Nachbearbeitung: nnedi3 erzeugt beim 2×-Preset die fehlenden Bilder für die doppelte Rate und die doppelte Auflösung, beim 1080i-Preset wird auf 1080 Zeilen geskaliert und die Felder anschließend wieder zu Interlace-Bildern verzahnt.

Qualitäts-Presets: Medium, Very Fast, Very Slow

Beide Presets bieten drei Qualitätsstufen (Wahl im Assistenten, in der .bat0 eingebrannt): Medium (Empfehlung – ausgewogenes Verhältnis aus Qualität und Renderzeit), Very Fast (deutlich schneller, geringere Qualität) und Very Slow (höchste Qualität, längste Rechenzeit – QTGMC nutzt in dieser Stufe zusätzliche Analyse-Pässe, z. B. FFT-3D-Filtering). Für sehr langes Material bitte die Renderzeit realistisch einkalkulieren.

Wichtige Hinweise

  • Nur interlaced Quellen: Progressive Eingaben werden mit einer klaren Fehlermeldung abgelehnt – für progressive Aufwertungen die AI-Upscale-Presets (siehe UpscalePro) verwenden.
  • Optimiert für SD: Die Presets sind auf SD-Material (4:3 oder 16:9, z. B. DV) ausgelegt; HD-interlaced Material lässt sich technisch ebenfalls verarbeiten, ist aber nicht der Zielfall.
  • Neue Datei, Original bleibt: Das Ergebnis wird als neue Datei erzeugt und im BIN unter __BAT Server\Deinterlace registriert; die Quell-Datei wird nie verändert.
  • IN/OUT werden respektiert: Das Skript trimmt intern auf das IN/OUT des Clips (ohne IN/OUT = kompletter Clip).

Preset verwalten

Beide Einträge werden per Assistenten „Add function...“ angelegt und sind damit Nutzer-Presets: Die .bat0-Dateien liegen je nach Wahl unter C:\ProgramData\EdiusPowerTools\BAT-server\bat_files\BIN\ bzw. …\bat_files\timeline\ und können frei bearbeitet, umbenannt oder gelöscht werden (Löschen entfernt den Kontextmenü-Eintrag). QTGMC-Stufe, Zielformat und Feldreihenfolge-Logik sind in der .bat0 eingebrannt – Änderungen wirken ab der nächsten Ausführung.

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BATS - Scene detect

Vom Rohmaterial zur fertigen Szenenliste

Ein langer Clip, in dem viele Einstellungen durcheinandkommen? Scene Detect analysiert den Clip optisch, erkennt die Szenenwechsel und legt daraus pro Szene einen eigenen Clip an – so starten Montagen, Highlights und Social-Media-Clips mit fertigen Bausteinen, die Sie nur noch in die Timeline ziehen müssen.

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So funktioniert es

Scene Detect ist im Kontextmenü der Video-Clips im BIN als Untermenü Scene Detect mit zwei System-Presets registriert:

  • Easy – vollautomatisch: Nach der Analyse übernimmt BAT Server die erkannten Szenenwechsel automatisch mit der Standard-Schwelle. Die Scene detect-Tabseite in EDIUS (dort sehen Sie auch den Fortschritt) schließt sich anschließend von allein.
  • Advanced... – interaktiv: Die Scene detect-Tabseite bleibt nach der Analyse offen. Jeder erkannte Szenenwechsel erscheint als Balken mit Thumbnails (Bilder direkt vor/nach dem Schnitt) und Timecodes. Die Schwellen-Einstellung lässt sich per Schieberegler (Voreinstellungen: low / medium / high) nachjustieren oder im Refine-Modus über Einzel-Checkboxen pro Schnitt. Über die Schaltfläche clips to BIN bestätigen Sie das Ergebnis.

Im BIN entsteht anschließend der Ordner Scenes: <Dateiname> – darin ein Clip pro Szene (benannt „Scene 1 - …", „Scene 2 - …" usw.), jeweils mit IN-/OUT-Punkten auf der Originaldatei und einem Vorschaubild. N erkannte Schnitte ergeben N+1 Szenen-Clips. Der Original-Clip bleibt unverändert; führen Sie Scene Detect erneut auf demselben Clip aus, werden der vorhandene Ordner und seine Clips aktualisiert.

Optionen

  • Schwelle (Standard: 50, intern 0.5) – Steuert, welche Szenenwechsel übernommen werden: Ein höherer Wert erzeugt weniger, aber deutlichere Schnitte; ein niedrigerer Wert erkennt auch schwächere Übergänge. In der Advanced-Tabseite lässt sich die Schwelle pro Datei anpassen – der zuletzt verwendete Wert wird pro Datei gemerkt und beim nächsten Lauf vorgegeben.
  • Vorschau & Navigation – In der Advanced-Tabseite können Sie über die Balken einzelne Wechsel prüfen: Bei der Berührung erscheinen Vorschaubilder direkt vor und nach dem Schnitt, und über die Buttons können Sie direkt in EDIUS anspringen bzw. den neuen Szenen-Abschnitt kurz im Player abspielen lassen.
  • Caching – Analysierte Dateien werden zwischengespeichert. Wiederholte Läufe auf demselben Clip nutzen den vorhandenen Ergebnis-Cache und laufen dadurch deutlich schneller, statt das Video erneut zu analysieren.

Hinweis: Es kann jeweils nur ein Scene-Detect-Job gleichzeitig laufen. Beschäftigt der Server bereits einen anderen Clip, teilt er „job is running" mit – in dem Fall einfach kurz warten.

So nutzen Sie es

  1. Wählen Sie den Video-Clip in einem BIN an (Scene Detect ist für Video-Clips im BIN registriert).
  2. Rechtsklick auf den Clip → Scene Detect → Easy (automatisch) oder Advanced... (mit Vorschau).
  3. Die Scene detect-Tabseite in EDIUS zeigt den Fortschritt der Analyse. Bei Easy schließt sie sich nach dem Abschluss selbst; bei Advanced die Schwelle ggf. anpassen, einzelne Schnitte über Refine nachjustieren und mit clips to BIN bestätigen.
  4. Im BIN liegt nun der Ordner Scenes: <Dateiname> mit einem Clip pro Szene. Ziehen Sie die gewünschten Szenen auf die Timeline – Szenen, die Sie nicht brauchen, löschen Sie einfach im BIN.

Preset verwalten

Beide Presets sind System-Presets: Sie erscheinen im Kontextmenü von EDIUS und können dort vorübergehend deaktiviert oder gelöscht werden. Da System-Presets nicht bearbeitet werden sollen, empfiehlt sich für eigene Standardwerte (z. B. eine andere Schwelle als 50) die Anlage eines persönlichen Presets über den BAT-Server-Preset-Assistenten – dort lässt sich der threshold=-Wert in der Preset-URL anpassen. Ein eigenes Preset erscheint im Kontextmenü der Clips unter seinem eigenen Namen.